Weiterbildung Budopädagoge/-in 2020

Weiterbildungsstart auf Februar 2021 verschoben

Wegen der aktuell anhaltenden Coronapandemie mussten wir leider unseren Weiterbildungsstart verschieben. Wir starten diesen Kurs mit dem 1. Modul im Februar. 
Bewerben Sie sich gern jetzt.

Kursstart für die Weiterbildung Budopädagogik 2020

Erwerben Sie sich die Kompetenzen, mit Kampfkunst Menschen zu bewegen. Seit 1999 bietet das Institut für Budopädagogik die Weiterbildung zum Budopädagogen/zur Budopädagogin an. Mit der Weiterbildung erwerben sich geeignete Pädagogen die Fähigkeiten und Fertigkeiten, zielgruppenspezifisch und lösungsorientiert mit besonderen Menschen zu arbeiten. Die Budopädagogik ergänzt dabei mit ihrem ganzheitlichen Charakter sozial- und sonderpädagogische Konzepte. Die Weiterbildung richtet sich an Pädagogen und Pädagoginnen mit Erfahrungen in Kampfkunst oder Kampfsport sowie Kampfsporter oder Budoka mit Lehrerfahrung.

Umfangreiche Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Instituts für Budopädagogik.
Das  Konzept für die Weiterbildung finden Sie hier. 

Die Weiterbildung in aller Kürze:

Zielgruppe:

Die Weiterbildung richtet sich in erster Linie an:

  • professionell Tätige in erzieherischen, sozialen und therapeutischen Feldern sowie alle berufsverwandten Professionen mit Erfahrungen in einer Kampfsportart/Kampfkunst (Budo), vor allem Trainer/innen und Lehrmeister/innen.
  • aber auch an erfahrene Kampfsportler und Budoka, gern mit Erfahrungen insbesondere im Kinder-und Jugendbereich.

Ziele der Weiterbildung:

Die berufsbegleitende Weiterbildung:

  • qualifiziert die Berufspraxis, insbesondere die Jugend-, Sozialarbeit und Pädagogik und ihre Mitarbeiter
  • gibt einen systematischen Überblick über die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Budo in erzieherischen, sozialen und therapeutischenFeldern,
  • befähigt die Teilnehmer/innen, in einem ausgesuchten Praxisfeld selbst Budopädagogik anzuwenden oder konzeptionelle Leitungsverantwortung für budopädagogische Projekte und Behandlungsansätze zu übernehmen,
  • verfolgt einen interdisziplinären Ansatz durch die Kooperation der Vertreter verschiedener Budo-Systeme, wissenschaftlicher Fachgebiete, unterschiedlicher Berufsgruppen und ihrer Institutionen

Struktur der Weiterbildung:

  • Gliederung in themenzentrierte Kurseinheiten 
  • Erarbeitung grundlegender Bausteine der Budopädagogik
  • Gruppen-, Partner-und Einzelarbeiten sowie Fachvorträge aus Forschung und Praxis des Budo und der Wissenschaften
  • Transfer in die eigene berufliche und budospezifische Praxis durch Übungseinheiten, supervidierte Lehrsituationen sowie themen-und zielgruppenspezifische Praxisberichte
  • Eigenes Erfahren und Vertiefen budospezifischer Praxis, wie z.B. regelmäßiges Zazen und Kata
  • traditionelles gemeinsames Lernen, Üben und Leben in einem traditionellen Dojo in Gemeinschaft Gleichgesinnter
Umfang:
  •  rd. 860 UE
  • davon 400 UE in Seminarform (Input-Vorträge, Einzel-u. Gruppenarbeiten, Workshops)
  • 4 Module in verschiedenen Dojo und Ausbildungsstätten in Deutschland sowie eine Intensivwoche in Schweden
  •  460  UE in Heimarbeit (Hausarbeiten, Reflektionen, Literaturstudium sowie schriftl. Abschlussarbeit) an 29-31 Tagen.
  • berufsbegleitende Maßnahme für einen Zeitraum von rd. 1½ Jahren über drei Kalenderjahre

Abschluß:

  • Abfassung einer schriftlichen Abschlussarbeit (Umfang etwa 30 -50 Seiten)
  • Präsentation derAbschlussarbeit und Darbietung einer Performance beim Abschlusskolloquium
  • Zertifizierung durch das Institut für Budopädagogik, IfBP mit einer Berufs-Urkunde (nebst Leistungsbeschreibung der Maßnahme)

Impressionen der letzten Weiterbildungsgänge

Ist diese Weiterbildung etwas für Sie?

Weiterbildung für Pädagogen

Die Weiterbildungsreihe ist nur bedingt für reine Pädagogen geeignet. Natürlich ist das Konzept als Weiterbildung für Pädaogogen angelegt, allerdings benötigen Sie als Budopädagoge, ein gutes Fundament aus dem sich Ihre Arbeit speist. Sie benötigen also eine Kampkunst oder einen Kampfsport der als Basis Ihres späteren Arbeitens dient. Um sich dieser Kampfkunst oder des Kampfsports bedienen zu können und sich daraus frei zu bedienen, wäre es angeraten, dass sie diese bzw. diesen schon eine Weile ausüben.  Ob schlagende, werfende oder hebelnde Zunft, ob mit oder ohne Waffen – alle kampfthematischen Hintergründe sind dabei in Ordnung. 

Es ist also eher eine Weiterbildung für Pädagogen mit Kampfkunst- bzw. Kampfsporthintergrund. Sollten Sie also unsicher sein, ob Ihre Erfahrungen ausreichen, fragen Sie gerne nach.

Weiterbildung für Kampfsportler

Wie es sich für eine professionelle Weiterbildung gehört, differenzieren wir deutlich zwischen Kampfkunst und Kampfsport. Dennoch sollte es Sie nicht abhalten über diese Weiterbildung nachzudenken, wenn Sie aus einem sportlichen Hintergrund kommen. Denn auch als Weiterbildung für Kampfsportler ist diese Weiterbildungsreihe gedacht. Dazu müssen Sie sich offen zeigen, denn wir bilden keine Kampfsportpädagogen aus. Entsprechende Lehrerfahrung vorausgesetzt kann die Weiterbildung zum Budopädagogen für Sie eine sinnvolle Ergänzung sein. Wir zeigen Ihnen, wie sie das Handwerkzeug Ihres Kampfsports in der Budopädagogik nutzen und zum Budo wandeln, um es dann in pädagogischen Kontexten einsetzen.
 
Wir wollen damit kein Urteil über die pädagogische Wirkung des Kampfsports fällen, doch sind wir für eine klare Differenzierung. 
Wenn Sie einen Blick über den Tellerrand werfen wollen, bewerben Sie sich gern bei uns. 

Weiterbildung für Kampfkünstler

Als Kampfkünstler fragt man sich häufig, warum man eine Weiterbildung für Kampfkünstler braucht. Landläufig sind viele Kampfkünstler zurecht der Auffassung, dass Budo per se pädagogisch ist. Wir arbeiten in der Budopädagogik resourcenorientiert und zielgruppenspezifisch. Deshalb macht es für eine Professionalisierung für Kampfkünstler auf jeden Fall Sinn, sich tiefgreifender mit dem Budo beschäftigen. Neben der bewussten Nutzung der wesentlichen Elemente des Budo findet über den Austausch und die Begriffsklärung der Budospezifika auch für die erfahrenen Kampfkünstler ein Wissenszuwachs statt. 

Insbesondere wenn Sie Ihre Arbeit in pädagogische Kontexte erweitern wollen, lohnt es sich über diese “Weiterbildung für Kampfkünstler” nachzudenken.

Sich mit Kampfkunst selbständig machen

Gerade wenn Sie überlegen, sich mit Ihrer Kampfkunst selbständig zu machen, kann ich aus persönlicher Erfahrung diese Weiterbildungsreihe nahelegen. Als selbständiger Kampfkünstler hilft Ihnen die fachliche Professionalisierung mit eigenem Berufsverband und anerkanntem Abschluss neue Aufträge zu erschließen, die eine pädagogische Fachkraft erfordern. Mehr noch sind Sie als pädagogische Fachkraft in besonderem Maße in Bereichen qualifiziert, die andere sonderpädagogische Fachrichtungen versagen oder ablehnen. Damit erschließt sich ein weites Feld, in dem Sie mit authentischem Wirken sehr dankenswert angenommen werden können, denn es gibt hier große Bedarfe und damit nutzbare Potenziale. Es gibt diverse weitere Erfolgsgeschichten von Budopädagogen, die mit dem Wunsch, sich mit Ihrer Kampfkunst selbstständig zu machen durch die Weiterbildung verwirklichen konnten.